Schultergelenksdenervation

Schultergelenksschmerzen - die Schultergelenksdenervation als Behandlungsmöglichkeit

Chronische Schmerzen im Schultergelenk sind sehr belastend und bleiben leider manchmal auch nach Ausschöpfung aller operativen und konservativen Behandlungsmöglichkeiten.  

Schultergelenksdenervation - Der Eingriff

Für Patienten, die unter diesen Schmerzen leiden, entwickelte Herr Prof. A. Lee Dellon in seinem Institut für periphere Nervenchirurgie in Baltimore, USA, eine innovative Methode, die von Dr. Karl Schuhmann auch am Ev. Krankenhaus in Hattingen durchgeführt wird. Es handelt sich um eine Operation, die aber trotz der großen Erfolge in Deutschland nur wenige Chirurgen anbieten.  

Bei diesem Eingriff werden kleine, schmerzleitende Nerven, welche sich um das Schultergelenk herum befinden, aufgesucht und durchtrennt. Durch diese gezielte Durchtrennung der Nervenfasern, die Schmerzsignale von der Schulter an das Gehirn weiterleiten, wird der Schmerz nicht mehr gespürt. Das Schultergelenk selbst wird dabei nicht eröffnet, denn die Nerven werden in der Muskulatur bzw. im Fettgewebe außerhalb des Gelenkes aufgesucht. Dies bedeutet, dass die Veränderung von Knochen, Knorpeln oder Bändern, die zur Entstehung der Schmerzen geführt haben, davon unbeeinflusst bleiben, das heißt, die Schulter kann auch in Zukunft gelegentlich anschwellen bzw. die im Röntgenbild nachweisbaren knöchernen Veränderungen können fortschreiten.  

Bei Erfolg der Operation sind aber die damit verbundenen Schmerzen auf ein erträgliches Maß reduziert oder gar völlig beseitigt. Die Durchtrennung der Nerven, so erläutert Dr. Schuhmann, führt hierbei nicht zu einer Lähmung, weil die den Schmerz leitenden Nerven keine Muskelfunktion kontrollieren. Die Beweglichkeit bleibt erhalten oder wird sogar besser, sofern die bisherige Einschränkung der Beweglichkeit vorwiegend durch die Schmerzen verursacht worden ist. Selbst die Sensibilität der Haut bleibt meist erhalten, mit Ausnahme gelegentlicher Taubheit rund um die kurzen Operationsnarben.  

Im Prinzip eignet sich die Schultergelenksdenervation für alle Patienten mit chronischen Schulterschmerzen, bei denen orthopädische Maßnahmen nicht genügend greifen oder nicht möglich sind.  

Schultergelenksdenervation - Der Test vor der OP

Ob der Eingriff beim jeweiligen Patienten Erfolg verspricht, muss vorher durch eine Testblockade der betroffenen Schulternerven untersucht werden. Dabei werden nach Tasten der schmerzhaften Nervenaustrittspunkte diese mit einem örtlichen Betäubungsmittel umspritzt. Hierbei wird, leider nur vorübergehend, die Funktion des umspritzten Nervens aufgehoben, der Patient kann dann im Rahmen von Bewegungen feststellen, ob und in welchem Maße die Schmerzen verringert wurden.  

Nur wenn dieser Test vom Patienten eindeutig als positiv beurteilt wird, empfehlen wir die Durchführung der Operation. Dabei muß nochmals darauf hingewiesen werden, dass dieses Verfahren keine Heilung darstellt, wohl aber mitunter eine drastische Schmerzlinderung bedeutet. Das Verfahren konnte schon vielen Patienten die unerträglichen Schmerzen nehmen.

 

Behandlungsspektrum Dr. Karl Schuhmann

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