Handchirurgie
Die Hand ist eines unserer wichtigsten Organe. Wenn wir uns nur vorstellen, dass unsere Hände in irgendeiner Weise in ihrer Funktion eingeschränkt wären, wüssten wir ihre Bedeutung im Alltag noch mehr zu schätzen.
Unsere Hände agieren sehr komplex. Genauso komplex ist auch das Zusammenspiel von anatomischen Strukturen wie Knochen und Gelenken, Muskeln und Sehnen, Nerven und Blutgefäßen. Die Hände agieren zumeist ungeschützt, sind am Ende der Arme stark exponiert und deshalb besonders verletzlich.
Ein Handchirurg muss Knochenveränderungen, Veränderungen der kleinen Muskeln, der Sehnen, Nerven und Gefäße aufgrund seiner dreijährigen Zusatz-Ausbildung und seiner daraus resultierenden Erfahrung gleichermaßen gut behandeln können.
Bei der Handchirurgie geht es hauptsächlich um den Einsatz möglichst gewebeschonender Verfahren – allein schon aufgrund der dicht beieinander liegenden Feinstrukturen, wie Sehnen, Nerven und Blutgefäße. Die Plastische Chirurgie nimmt hier eine führende Rolle bezüglich der Planung korrekter Hautschnitte sowie den vielfachen Möglichkeiten des Gewebeersatzes, z.B. durch Hautlappenbildung oder Transplantation, ein.
Mikrochirurgische Techniken ermöglichen die Rekonstruktion von feinsten Nerven und Gefäßen, die Replantationen mit Wiederannähen abgetrennter Finger sowie den Fingerersatz durch Zehentransfer.
Zur Handchirurgie gehört auch der Weichteilbereich des gesamten Armes, da hier die Muskeln und Sehnen, Nerven und Blutgefäße verlaufen, welche zur Hand führen.