Schnellender Finger
Die Operation des Schnellenden Fingers ist der am meisten durchgeführte Eingriff in der Handchirurgie. Ein Schnellender Finger, auch Schnappfinger genannt, ist meist eine verschleißbedingte Erkrankung. Versucht man, den Finger zu strecken, kommt es in 2 von 3 Fällen zu einem plötzlichen „Rucken“ des Daumen oder Fingers. Ähnlich wie ein Klappmesser springt der betroffene Finger in die gestreckte Position. Grund ist häufig eine Verdickung der Beugesehne der Hand. Die Ringbänder halten die Sehnen in Position. Während dem Beugen und Strecken des Fingers gleitet die Sehne unter dem Ringband hindurch. Wenn sich die Sehne vor dem Ringband verdickt, kann das Ringband nur mit viel Kraft – also schnellend – überwunden werden.
Die Behandlung
Während einer ambulanten Operation wird das Ringband gespalten oder entfernt und zusätzlich wird die verdickte Sehnenscheide entfernt. Das Problem wird so behoben. Cortison-Injektionen sollten möglichst vermieden werden, weil diese zu Sehnenrissen führen können. Der Schnellende Finger wird in Fachkreisen auch als Sehnenengpass-Syndrom oder Tendovaginitis stenosans bezeichnet.