Nervenengpass-Syndrom

Bei dem Begriff Ulnarisrinnensyndrom handelt es sich um einen Nervenengpass des Ulnarisnerven oder auch Musikantenknochens im Bereich des Ellenbogens.
Da der Nerv direkt auf dem Knochen liegt, ist er leicht Schädigungen ausgesetzt. Häufiges Beugen und Strecken oder gewohnheitsmäßiges Aufstützen fördern ein Nervenengpass-Syndrom. Meist spüren die Patienten anfänglich ein leichtes Taubheitsgefühl am Ring- und Kleinfinger der betroffenen Hand. Später kann die ganze Handmuskulatur mit betroffen sein, bis hin zu einer eingeschränkten Beweglichkeit.
Die Diagnose lässt sich aufgrund der Schilderungen des Patienten bereits stellen, es ist jedoch wichtig, dass Sie sich als Erstes von einem Neurologen untersuchen lassen, der beispielsweise die Nervenleitgeschwindigkeit misst.
Die Behandlung
Zunächst wird durch Schienen versucht, eine Druckentlastung herbeizuführen. Bei chronischem Schmerzen muss jedoch operiert werden.
Bei der Operation wird im Bereich des Ellenbogens und Richtung Unterarm das den Nerv einengende Gewebe gespalten, so dass der Nerv wieder mehr Freiheit erhält.
Eine andere Methode ist, den Nerven von seiner ursprünglichen Bewegungsbahn auf eine weniger belastende Bahn zu verlagern. In diesem Fall ist eine Ruhigstellung des Arms von 2 Wochen erforderlich. Beide Operationsmethoden sind in erster Linie darauf ausgelegt, den weiteren Verlauf des Syndroms zu stoppen, was zu 90% der Fall ist.
Welches Verfahren in Ihrem speziellen Fall zur Anwendung kommt, ergibt sich durch eine genaue Untersuchung.