Kontakt & Termin

Um Sie professionell beraten und im vollen Umfang für Sie da sein zu können, freue ich mich, wenn Sie einen Termin vereinbaren.

Beratung und Untersuchung sind nur mit vorheriger Terminvereinbarung möglich.

Telefon: 02324 / 502-511
E-Mail: plastische-chirurgie(at)krankenhaus-hattingen.de

Sie können sich auch gerne vorab in unserem Flyer informieren.

Ihr Dr. med. Karl Schuhmann

Bruststraffung

Die Erschlaffung der Brüste und deren Formverlust werden durch Spannkraft- und Elastizitätsverlust der Haut verursacht. Dies tritt meistens bei schwachem Bindegewebe, wie  z. B. nach Schwangerschaft und Stillzeit oder nach erheblichem Gewichtsverlust, jedoch  spätestens mit dem natürlichen Alterungsprozess auf. Hängende Brüste können oftmals das eigene Empfinden von Weiblichkeit beeinflussen und belastende Störungen für das Selbstbewusstsein bedeuten.

Mit einer operativen Bruststraffung (Mastopexie) lassen sich sehr gute Ergebnisse zur Wiederherstellung erzielen. Dabei werden die Brüste angehoben und fester geformt. Die tief stehenden Brustwarzen werden in eine höhere, jugendliche Position versetzt, ohne - im Regelfall - einen Empfindlichkeitsverlust oder andere Einschränkung erleiden zu müssen. Dabei bleibt meist das Stillvermögen beibehalten. Je nach Wunsch und Notwendigkeit kann im Zusammenhang mit einer Bruststraffung auch eine Brustvergrößerung oder -verkleinerung vorgenommen werden.

Ziel ist immer ein Ergebnis, welches mit dem eigenen Körper und der Wunschvorstellung harmonisiert.

Was kann ich mit einer Bruststraffung erreichen?

Die besten Ergebnisse zeigen Patientinnen mit kleineren Brüsten, die nachhaltig von einer Bruststraffung profitieren können. Bei Patientinnen mit größeren Brüsten kann eventuell eine Bruststraffung mit einer Brustverkleinerung verbunden werden. Natürlich spielen nicht nur Größe und Form der Brüste eine vorrangige Rolle für die Entscheidung der geeigneten Vorgehensweise, sondern auch Alter, späterer Kinderwunsch, Gewichtstabilität, persönliche Situation und weitere Faktoren.

In einem ausführlichen Beratungsgespräch werde ich Sie eingehend beraten und umfassend über die möglichen operativen Maßnahmen informieren.

Was muss ich im Vorfeld einer Bruststraffung beachten?

Sie sollten ca. 2 Wochen vor der Operation auf Schmerzmittel mit Acetylsalicylsäure, wie Aspirin, verzichten, denn die blutverdünnende Wirkung kann ungewünschtes Nachbluten evozieren. Nikotin und Alkohol sollten Sie vor der Operation enorm reduzieren. Auch über Allergien und Blutgerinnungsstörungen sollten Sie mich direkt im Erstgespräch informieren. Vor einer Bruststraffung sollte eine Mammografie durchgeführt werden. Der stationäre Klinikaufenthalt beträgt in etwa 2-4 Tage.

Der Eingriff

Die Voruntersuchungen finden am Tag vor der OP statt. Der medizinische Eingriff dauert, je nach operativer Technik, im Durchschnitt 2-4 Stunden und erfolgt unter Vollnarkose. Unmittelbar vor dem Eingriff markiere ich die Schnittführungen direkt auf dem Brustbereich und bereite Sie für den Eingriff vor. Da die chirurgische Vorgehensweise immer von der individuellen Situation der zu straffenden Brüste abhängt, können bei einem Eingriff - generell gesprochen - drei verschiedene Möglichkeiten angewendet werden.

Beim Bruststraffungseingriff wird immer ein Schnitt rund um den Brustwarzenhof (periareolärer Schnitt) durchgeführt, um die Brustwarzen anzuheben. Ein weiterer senkrechter Schnitt vom unteren Brustwarzenrand zur Brustumschlagsfalte genügt, wenn die Brüste nicht zu stark erschlafft sind. Im Falle einer stärkeren Korrektur ist ein zusätzlicher waagerechter Schnitt entlang der natürlichen Brustfalte zur Seite („L-förmiger Schnitt“) nötig, in anderen Fällen wird ein zusätzlicher Schnitt nach innen („T-förmiger Schnitt“) durchgeführt. Bei der OP werden die  Brustdrüsen geformt und angehoben sowie überschüssige Haut entfernt, damit die Brüste zu einer neuen Festigkeit gelangen.

Der Eingriff hinterlässt Narben, die durch Einsatz von feinsten Fäden und einer speziellen Nahttechnik, die unter der Haut durchgeführt wird, unauffällig sein werden. Die Bruststraffung birgt erfahrungsgemäß geringe Risiken, jedoch sind auch in seltenen Fällen während und nach jeder OP Komplikationen möglich.

Nach der Bruststraffungs-OP

Unmittelbar nach dem Eingriff wird der Brustbereich für einige Tage mit einem straff angelegten Tape-Verband fixiert. Die Drainagen, die das Wundwasser abfließen lassen, werden am Tag nach dem Eingriff entfernt. Das Spannungsgefühl der Brüste wird mit Schmerzmitteln gelindert. Blutergüsse heilen in wenigen Tagen und die angeschwollenen Partien bilden sich innerhalb von einigen Wochen zurück. Die Fäden werden nach 14 Tagen gezogen.

Nach dem Eingriff sind für die Dauer von ca. 4 Wochen körperliche Belastungen (Sport, häusliche und berufliche physisch anstrengende Tätigkeiten) absolut zu vermeiden. Nach Abnahme des Verbandes ist 6 Wochen lang ein sehr gut sitzender, nicht einengender Stütz-BH/Sport-BH zur Unterstützung des Heilungsprozesses sowohl tagsüber als auch nachts zu tragen. Bedenken Sie, dass Sie während dieser Zeit auf dem Rücken schlafen und sehr rücksichtsvoll mit den Brüsten umgehen müssen.

Verzichten Sie für weitere 3 Monate auf sogenannte Push-up BH’s und schützen Sie mindestens 6 Monate lang die Operationsnarben vor aggressiven Sonneneinstrahlungen. So können Sie den Heilungsprozess positiv beeinflussen und sich nach einigen Monaten mit dem Gesamtergebnis zufrieden geben.  Die Krankenkasse übernimmt im Übrigen nur sehr selten die Kosten für eine Bruststraffung, da es sich meistens um einen ästhetischen und keinen primär gesundheitlichen Eingriff handelt.