Brustverkleinerung

Brustverkleinerung - der Weg zu einem harmonischen Körpergefühl

Eine Brustverkleinerung kann Frauen helfen, die von Natur aus zu große Brüste im Verhältnis zu ihrem Körper haben. Eine sehr große Brust kann zu negativen Auswirkungen in vielen Bereichen führen.  Die Brust mit ihrem nicht unerheblichen Gewicht kann die Gesundheit belasten:

  • Haltungsschäden
  • schmerzhafte Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich
  • regelmäßige Kopfschmerzen

sind bei den betroffenen Frauen nicht selten. Insgesamt kann die zu große Brust Einschränkungen der Bewegungsfähigkeit hervorrufen, was z. B. beim Sport oder in verschiedenen Berufen stört. Auch psychische Probleme aufgrund zu großer Brüste sind nicht selten.

Eine Brustverkleinerung bringt den meisten Frauen ein ganz neues Lebensgefühl. Sie bekommen wieder Lust auf Sport und Bewegung. Sie fühlen sich schlank und leicht und endlich in den richtigen Proportionen. Die gesundheitlichen Probleme verschwinden oder können mit entsprechender Bewegungstherapie zurückgebildet werden.

Vor der Brustverkleinerung

Obwohl die Brustwarzen während der Operation zusammen mit Nerven und Blutgefäßen versetzt werden, kann eine Brustverkleinerung die Stillfähigkeit behindern. Daher sollte der Eingriff erst nach Schwangerschaft und Abstillen des Säuglings erfolgen. Um Brustkrebs auszuschließen, kann es in manchen Fällen sinnvoll sein, vor der Operation eine Mammographie und eine Ultraschalluntersuchung durchzuführen. Der Chirurg wird Sie im Vorgespräch darauf ansprechen.

14 Tage vor der Operation sollten Sie keine Schmerzmittel einnehmen, die Acetylsalicylsäure enthalten (z. B. Aspirin). Die blutverdünnende Wirkung verzögert die Blutgerinnung und kann Nachblutungen verursachen. Auch auf hormonhaltige Medikamente wie Östrogenpräparate oder die Antibabypille sollte verzichtet werden. Reduzieren Sie den Konsum von Nikotin und Alkohol vor dem Eingriff auf ein Minimum.

Nehmen Sie regelmäßig Medikamente ein oder leiden Sie unter Allergien (z. B. gegen Medikamente, Desinfektionsmittel oder Pflaster), teilen Sie dies unbedingt dem Arzt mit. Informieren Sie ihn auch unbedingt über bekannte Krankheiten. Neigen Sie zu blauen Flecken oder anhaltenden Blutungen nach kleinen Verletzungen, sollte der Chirurg eine Gerinnungsstörung vor der Operation unbedingt ausschließen.

Brustverkleinerung - die Operation

Je nach Größe und Beschaffenheit der Brüste kann die Operationsmethode stark variieren. Insbesondere die ideale Schnittführung hängt wesentlich von Ihren körperlichen Voraussetzungen und individuellen Vorstellungen ab. Vor dem eigentlichen Eingriff zeichnet der Chirurg zunächst die geplanten Schnitte und die zukünftige Position der Brustwarze auf Ihre Haut. Der Brustbereich wird desinfiziert und abgedeckt.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen drei Techniken: dem senkrechten Schnitt, dem L-Schnitt und dem T-Schnitt. Bei allen wird die Brustwarze mit Warzenhof nach oben versetzt und bei Bedarf verkleinert. Dann wird überschüssiges Fett- und Drüsengewebe der unteren Brust entfernt und die Haut unter der Brust zusammengenäht.

Die Schnittführung verläuft in der Regel rund um den Warzenhof und von dessen unterem Rand zur unteren Brustfalte. Bei besonders großen oder stark erschlafften Brüsten verläuft der Schnitt zusätzlich waagerecht entlang der natürlichen Brustfalte zur Seite („L-Schnitt“), teilweise ist ein weiterer Schnitt nach innen („T-Schnitt“) nötig. Die verschiedenen Schnittführungen sind für die spätere Narbenbildung relevant.

Bei der Operation wird nach dem Entfernen überflüssigen Gewebes der verbliebene Drüsenkörper neu geformt und nach oben verlagert. Dort wird er einerseits mit versenkten Nähten am Muskel, andererseits durch die Hautstraffung befestigt. Bei der Neuformung Ihrer Brust wird auch die Brustwarze, samt Nerven und Blutgefäßen, in die neue Position gebracht. Die Wunde wird mit feinsten Fäden unter der Haut verschlossen und mit einem straff sitzenden Verband gestützt. Drainagen sorgen für den ungehinderten Abfluss von Blut und Gewebeflüssigkeit. Je nach Ausmaß dauert der Eingriff etwa zweieinhalb bis vier Stunden.

Nach der Brustverkleinerung

Wie nach jedem chirurgischen Eingriff kann es zu Blutergüssen, Schwellungen und Schmerzen kommen. Je nach Operationstechnik sind auch eine gefühllose Brustwarze und der Verlust der Stillfähigkeit möglich. Das ist immer dann der Fall, wenn die Brustwarze aufgrund der Größe der Brust zunächst abgenommen und anschließend wieder als Transplantat verpflanzt wird. Die typische Brustverkleinerung gibt es nicht, jedoch eine Fülle von Operationsverfahren, welche individuell angepasst werden müssen.  

Je nach Art der gewählten Brustverkleinerung sollten Sie mit einem Klinikaufenthalt von 3-8 Tagen rechnen. Unmittelbar nach der Brustverkleinerung wird der Brustbereich für einige Tage mit einem straff angelegten Tape-Verband fixiert. Die Drainagen, die das Wundwasser abfließen lassen, werden 1-2 Tage nach dem Eingriff entfernt. Das Spannungsgefühl der Brüste wird mit Schmerzmitteln gelindert. Blutergüsse heilen in wenigen Tagen und die angeschwollenen Partien bilden sich innerhalb von einigen Wochen zurück. Die Fäden werden nach 14 Tagen entfernt.

Nach der Brustverkleinerung sind für die Dauer von 6 Wochen körperliche Belastungen (Sport, häusliche und berufliche physisch anstrengende Tätigkeiten) zu vermeiden. Nach Abnahme des Verbandes ist  6 Wochen lang ein sehr gut sitzender, nicht einengender Stütz-BH/Sport-BH zur Unterstützung des Heilungsprozesses sowohl tagsüber als auch nachts zu tragen. Bedenken Sie, dass Sie während dieser Zeit auf dem Rücken schlafen und sehr rücksichtsvoll mit den Brüsten umgehen müssen. Verzichten Sie für weitere 3 Monate auf sogenannte Push-up BH’s und schützen Sie mindestens 6 Monate lang die Operationsnarben vor aggressiven Sonneneinstrahlungen.

 

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