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Kapselfibrose vorbeugen, geht das?

Eine der häufigsten Nebenwirkungen bei einer Brustvergrößerung mit Implantaten ist die Kapselfibrose. Die Kapselfibrose wird auch als Kapselkontraktur bezeichnet. Dabei handelt es sich um eine Gewebsverhärtung um das Brustimplantat herum. Eine Kapselfibrose Brust entsteht als Folge einer natürlichen Immunreaktion. Typischerweise bilden sich Kapselfibrosen in den ersten 6 Monaten nach einer Brust-OP. Aber auch 2-3 Jahren oder auch noch 10 - 15 Jahren nach einer Brustvergrößerung können Kapselfibrosen auftreten. 

Jedes Brustimplantat ist unabhängig von seiner Qualität ein Fremdkörper, auf den der Körper mit einer Kapselbildung reagiert. Die Bindegewebsschicht, die sich um das Brustimplantat bildet, ist eine normale Immunreakion des Körpers. Das Gewebe ist zart und elastisch und bereitet keine Probleme. Bei einigen Patientinnen fällt diese körpereigene Immunreaktion jedoch stärker aus. Es entsteht eine feste, dicke Kapsel, die sich um das Brustimplantat zusammenzieht. Dadurch kommt es zu einer Verhärtung und Deformierung des Silikonkissens. Die Symptome einer Kapselfibrose äußern sich vor allem durch Schmerzen und Spannungsgefühlen in der Brust. Außerdem kommt es oftmals zu erheblichen Verformungen der Brust. Diese Verhärtung und Verformung der Kapsel können zu Beschwerden führen, die in einer weiteren Brust-OP behandelt werden müssen.

Bei Brustimplantaten der neuesten Generation kommt es seltener zu einer Kapselfibrose. Sind Sie jedoch von einer Kapselfibrose nach einer Brustvergrößerung betroffen, kann dies nur durch eine erneute Brustoperation behoben werden. Dabei werden die alten Brustimplantate entfernt und durch neue ersetzt. Ein Implantatwechsel nach Kapselfibrose ist zwingend notwendig. 

Sie möchten eine Brustvergrößerung ohne das Risiko einer Kapselfibrose? Ein moderate Aufbau des Brustvolumens ist auch ohne Brustimplantate möglich. Erfahren Sie mehr zur Brustvergrößerung mit Eigenfett.

Kapselfibrose Symptome - Woran erkenne ich eine Kapselfibrose?

Nach einer Brustvergrößerung mit Implantaten kann eine Kapselfibrose typischerweise in den ersten Monaten nach der Brustvergrößerung (Mammaaugmentation) auftreten oder erst ca. 10 - 15 Jahre nach der Brust-OP. Typische Kapselfibrose Symptome sind:

  • Schmerzen und Spannungsgefühle in der Brust
  • tastbare karte Knoten in der Brust
  • Veränderungen der Brustimplantate
  • Verdrehen oder verschieben der Implantate
  • Brustasymmetrien durch Veränderung der Brustimplantate

Stadien Kapselfibrose nach Baker

Die Stadien einer Kapselfibrose gehen auf den amerikanischen plastischen Chirurgen James L. Baker Jr. (Florida) zurück. Eine Kapselfibrose läßt sich daher nach Baker 1 und 2, 3 oder 4 einteilen. Je nach Schwere der Kapselfibrose werden verschiedenen Stadien der Kapselfibrose festgelegt: 

Baker 1/ Grad 1
Die Brust befindet sich im Normalzustand.

Baker 2/ Grad 2
Die Brust ist leicht verhärtet; leichte Spannungsgefühle, optisch keine Auffälligkeiten.

Baker 3/ Grad 3
Im dritten Schweregrad treten sowohl Verhärtungen als auch Verformungen auf.

Baker 4/ Grad 4
Die Brust ist stark verhärtet; sichtbare Verformung der Brust, mit leichten bis starken Schmerzen.

Implantatwechsel nach Kapselfibrose

Dr. Schuhmann bietet neben der Brustvergrößerung auch den Implantatwechsel nach Kapselfibrose oder den Wechsel von alten Brustimplantaten an. Ziel des Implantatwechsels ist es, das bestehende Silikonimplantat gegen ein neues Brustimplantat auszutauschen. Die Gründe für einen Implantatwechsel sind dabei unterschiedlich, wie z.B. dass die Implantate in der Brust schon älter sind oder es Probleme mit alten Brustimplantaten gibt, wie z.B. eine Kapselfibrose. Meist wird der Implantatwechsel mit einer Brustwarzenkorrektur oder einer Bruststraffung verbunden. Die Kosten für einen Wechsel der Brustimplantate können wir Ihnen nach eingehender Beratung und Untersuchung mitteilen. 

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Patientenvideo zum Implantatwechsel

Häufig gestellte Fragen zu Kapselfibrose und Implantatwechsel

Einer Kapselfibrose kann man leider nicht vorbeugen.  Bei der Kapselfibrose entsteht eine feste, dicke Kapsel, die sich um das Brustimplantat zusammenzieht. Das ist eine natürliche Immunreaktion des Körpers. Diese Immunantwort auf das Brustimplantat kann heftig ausfallen und zu einer Kapselfibrose führen oder auch ganz ausfallen.  Das Risiko einer Kapselfibrose ist im allgemeinen kleiner, wenn die Implantate unter den Brustmuskel (submuskulär) gesetzt werden, als bei Implantaten, die über dem Brustmuskel (subglandulär) liegen. 

Kann sich eine Kapselfibrose ohne Behandlung zurückbilden? Hat sich das Gewebe um das Brustimplantat herum erst einmal verstärkt und verhärtet, bildet es sich nicht wieder zurück. Eine Kapselfibrose kann in einem Stadium nach Baker stagnieren, jedoch nicht wieder auflösen.

Eine Kapselfibrose ist eine ungefährliche Immunreaktion des Körpers. Die Anzeichen einer Kapselfibrose sind Schmerzen und Spannungsgefühle in der Brust sowie Verformungen der Brust. 

Durch Abtasten der Brust sowie aufgrund der Beschwerden, lässt sich eine Kapselfibrose von einem erfahrenen Arzt diagnostizieren. Eine Kapselfibrose kann auch mit einer Ultraschalluntersuchung sichtbar gemacht werden. 

Typischerweise bildet sich eine Kapselfibrose direkt nach OP in einem Zeitrahmen von 6 Monaten nach einer Brust-OP.  Anzeichen einer Kapselfibrose können aber auch häufig innerhalb des ersten Jahres nach einer Brustoperation aufkommen. Weitere Symptome einer Kapselfibrose treten im 2-3 Jahr nach der Brust-OP oder auch 10 - 15 Jahren nach einer Brustvergrößerung auf. 

Brust-OP Düsseldorf
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Privatpraxis für Plastische/Ästhetische Chirurgie & Handchirurgie
Dr. med. Karl Schuhmann
Grabenstr. 17
40213 Düsseldorf

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